Die Geschichte des Mangas - Catley Di Anshare

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Die Geschichte des Mangas



Die Geschichte des Mangas




Wie vieles andere auch hat der Manga, das japanische Comicbuch, eine Vergangenheit, die weit zurück in die japanische Geschichte geht.

Angefangen hat alles mit Zeichnungen, Bilder, die Maler malten, damit sich Leute daran erfreuten.
Weitgehend kann man sagen, dass der Manga in Karikaturen aus dem 7. Jahrhundert n. Chr. seinen Ursprung fand. Zudem geht die Kunst des Malens auch auf seine Technik zurück, die sich mit der Entwicklung von Malunterlagen, wie Holzbretter und später groben Papierrollen immer weiter entwickelte. Die übernommene Technik auf „Emakimono" (Papierrollen) zu malen, übernahmen die Japaner, wie vieles Andere auch, aus dem Chinesischen. Diese Papierrollen waren um einen Holzstab gewickelt und wurden teilweise auf meterlangen Streifen bemalt und beschrieben. Beliebt waren damals religiöse Geschichten, sowie Abbildungen von Tieren und Dämonen. Allerdings waren diese Papierrollen nur den wohlhabenden Leuten vergönnt, das einfache Fußvolk hatte damals keinen Zugang für diese Art von Unterhaltung und Belustigung.

Mit dem 17. Jahrhundert änderte sich alles, da das Land Japan die Wirtschaft entdeckte und der damalige Herrscher sein Imperium in der Stadt Edo errichtete. Händler, Kaufleute und Handwerker erlangten plötzlich großen Reichtum, Kunst und Theater konnte nun auch unter den Armen gefördert werden- und somit auch Malereien und japanische Holzstiche. Bald entstand das Ukiyo-e, eine Art Zeichnung oder japanische Druckgrafik, die für den schnellen Gebrauch, beispielsweise als Werbung, genutzt wurde. Sie spiegelten die Weltansicht der damaligen Bevölkerung in der Edo- Zeit wider.

Bald entwickelte sich in Japan das Verlagswesen und Werke wurden in zwei Kategorien eingeteilt: die Religiösen/ Wissenschaftlichen und die, die zur Unterhaltung dienten.

Mit der Einführung des Buchdrucks Ende des 17. Jahrhunderts in Japan, hatten viele Menschen Zugang zur Literatur. Bald entstanden Romane, lehrreiche Hefte und illustrierte Bücher. Der Begriff „Manga" wird heute mit der Bildersammlung des Malers Katsushika Hokusai zum ersten Mal in Verbindung gebracht, die im Jahre 1814 publiziert wurde.

Der Name „Manga" wird später als Bezeichnung für Karikaturen und noch später für Bildergeschichten benutzt. Der Maler Kitazawa Rakuten griff mit Okamoto Ippei ungefähr im Jahre 1896 den Vorschlag auf, nach dem Vorbild der westlichen Comics Bilder zu malen. In der Zeit der Modernisierung Japans kamen kleine Bildergeschichten über Politik und Gesellschaftskritik besonders gut an und brachten ein Karikaturmagazin heraus. Gemeinsam mit Ippei bezeichnete er sich als der erste Mangazeichner überhaupt. Sie nannten sich Manga-Shi- also Manga Lehrer.

Die späteren Mangas wurden im Zweiten Weltkrieg als Propagandamittel benutzt, später wurden Figuren in Bildertheatern, den Kamishibai, aufgeführt, die nun auch Kinder begeisterten. Leihbuchhandlungen entstanden bald, da Mangas nach Kriegsende sehr kostspielig wurden. Mit dem Manga „Sin-Takarajima" gab Tezuka Osamu (Bild) im Jahre 1947 die Grundlagen des modernen Mangas vor. Er zeichnete Mangas nicht in Kurzform, sondern mit einer langen Handlung in Buchformat. Er wird er als Begründer des Mangas in heutiger Form gesehen und erhielt den Beinamen „Manga Gott":

Im Jahre 1953 und 1954 eröffneten die ersten Verlage, die Mangamagazine verkauften, der Ribon und der Nakayoshi Verlag. Der Shojo- Manga (für Mädchen) und der Josei- Manga (für junge Frauen) erhielten in den 60-er Jahren ihren großen Aufschwung und weibliche Manga Stars, wie Ide Chikae, wurden berühmt. 1969 wurde die die Nijuyonen Gumi- Gruppe gegründet, die 24-er Gruppe, die den Shojo- Manga revolutionierte. Bis heute gibt es keine offizielle Liste, doch man weiß, dass im Zusammenhang mit dieser Gruppe die Künstlerinnen Moto Hagio, Keiko Takemiya und Yumiko Oshima eine Rolle spielten. Als Nachfolger dieser Gruppe gelten Wakako Mizuki, Yasuko Sakata, Shio Sato, sowie Yukiko Kai. Auch Männer begaben sich unter die Shojo Zeichner. Der Zeichner Adachi Mitsuri verwendete zeitweise sogar ein weibliches Pseudonym, da die Zeichnerinnen den Shojo Bereich beherrschten.

Bis zum Ende der 70-er Jahre stagnierte der Shojo und der Shonen Bereich der Mangas und schon bald gab es neue Magazine und neue Themen, die die Leser interessierten. Alltag und Melodram war der neue Shojo und auch bald entwickelten sich die Anfänge der Doushinji Szene.

Schließlich brachte 1980 das neue „Be Love Magazin" für Frauen ab 18 neuen Aufschwung im Josei Bereich und auch der Shojo Bereich bekam gegen Ende der 80-er durch Zeichnerinnen, wie CLAMP und Minami Ozaki (Bild) neuen Rückenwind.

Noch heute bestehen in Japan Leihbuchhandlungen für Mangas und so genannte Manga Kissa, Manga Cafés, sind sehr beliebt bei jungen Lesern. Mangas sind in Japan ein alltäglicher Bestandteil, wobei in Deutschland noch eher zuhause gelesen wird.

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