Gedichte 2 - Catley Di Anshare

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü

Gedichte 2

Menü > Bücher und Projekte > Werke


    Gedichte 2



Sommernacht

In der grauen Sommernacht,
da habe ich an dich gedacht.
Konnte nicht schlafen und war nicht wach, habe nur an dich gedacht.

Kein Vöglein und keine Grille,
was fehlte war meine Brille.
Wollte etwas lesen, hat aber nichts gebracht, habe wieder nur an dich
gedacht.

Es ist warm, es ist schwül,
nirgendwo ist es kühl.
Kann immer noch nicht schlafen,
hat alles nichts gebracht.
Deshalb wünsche ich dir jetzt eine gute Nacht!


Sternschnuppen

Als ich so schaute in den weiten Himmel, da haute es mich um:
1000 Sternschnuppen zogen ihre Bahn und kümmerten sich weder um Zeit
noch Zahn.

Sie wichen nicht einem Ding, nichts gab es, was sie einfing.
Ein Schnitt durch den Himmel, wie die Klinge eines Messers,
galoppierten sie schnell wie ein Schimmel.

Meine Augen zu schwach zum Folgen, der Schweif ist fast vorüber, müde
reibe ich mir die Glieder. Winke ihnen zu und schließe die Augen, ich
kann es immer noch kaum glauben.

Wird mein Wunsch wohl wahr?


Wolkenzauber

Manchmal legt man ganz geschickt, eine Nackenrolle ins Genick.
Wer genießt das denn nicht gern, den Himmel anzublicken in der Fern'.

Wolken ziehen vorbei und wir fühlen uns sichtlich frei. Hast du es
schon ausprobiert? Wolkenformen sind ein wahrer Zauber!

Schon bald haben sie sich wieder verformt, Linien gelingen nicht mehr
sauber, bald ein Vogel, ein Auto, eine Hexe dazwischenkommt.


Grillen

In Nachbars Garten eine laute Grille zirpt. Mal hoch, mal schräg, mal
leise. Sie geht nicht einmal auf Reise.

Ich schließe schnell das Fenster,
denn ich glaube nicht mehr an Gespenster. Höre sie aber immer noch, sie
wohl in die Höhe kroch.

Habe keinen Nerv für diese Grille,
hole bald meine schöne Brille. Fange an zu blättern in einem Buch, doch
sie gibt einfach keine Stille.

Sie verfolgt mich wie ein Fluch, diese kleine laute Grille.


Zwetschgenkuchen

Ich hole mir so gerne Zwetschgenkuchen ohne Kerne.
Dick belegt mit Pflaumen, lecke mir schon die Daumen. Immer frisch und
duftend, kommen er auf den Tisch.

Auf einen schönen Teller lege ich ihn, dann gehe ich in den Keller.
Dort hole ich die Kaffeemühle und entferne mich wieder aus der Kühle.

Meine Gäste warten schon und ich bringe noch etwas Sahne. Sie beginnen
sogleich zu schmausen, denn so schön sind Mittagspausen.


 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü