Workshop Colouration - Catley Di Anshare

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Workshop Colouration



Workshop Colouration




Auf Wunsch und Nachfrage, präsentiere ich euch im Rahmen meiner Mangaschule einen Colouration (=Einfärben) Workshop. Gegenstand wird ein Bild aus der Serie „Tsubasa Chronicles" von der Zeichnergruppe C.L.A.M.P. sein und jetzt heißt es:

Auf die Stifte, fertig, Kritzel!



Materialsammlung

In diesem Workshop habe ich mich hauptsächlich für die Benutzung von Copic Ciao Markern entschieden. Außerdem benutze ich einen Bleistift HB für die Vorzeichnung, die Copic Fineliner in 0,3 und 0,5 für die Line Outs, sowie Plaka Weiß und einen Pinsel (Haarpinsel).



Schritt 1

Das vorgezeichnete Bild besteht nun aus Außenlinien. Die Außenlinien wurden mit dem Copic Ciao Stärke 0,3 und 0,5 gezeichnet und ich habe die Vorzeichnungen aus Bleistift damit übermalt. Noch nicht alle Accessoires sind eingezeichnet, die kommen nach und nach mit dem Hinzufügen der Farben und wenn ich bemerke, dass noch etwas fehlt.







Schritt 2

Das Kolorieren kann man in verschiedener Reihenfolge ablaufen lassen. Ich fange immer zuerst mit der Hautfarbe an, Farbe „Milky White" von Copic Ciao. Auch mit einer einzigen Farbe kann man hier Akzente setzen, indem man mehrmals eine Stelle einfärbt oder unterschiedlich starken Druck auf den Marker ausübt. Hier habe ich das Gesicht des Jungen dunkler eingefärbt, als das des Mädchens. Bei größeren Flächen muss fix gefärbt werden, da die Farbe bei Alkohol Markern schnell trocknet und dadurch hässliche Ränder entstehen können.





Schritt 3

Im nächsten Schritt habe ich mich an die Augen gewagt, da diese mehrfarbig werden sollen. Zuerst kann man mit der hellsten Augenfarbe anfangen, hier hellgrün und hellbraun. Bei drei Farben (im braunen Auge) sollte das gleiche Prinzip verwendet werden. Zuerst die helle Farbe, nach und nach dunklere Nuancen. Es gibt noch eine andere Möglichkeit, solche Farbübergänge zu machen: Jeder Farbe seinen Platz lassen- das heißt: Keine Farbe wird übermalt (so wie bei der ersten Technik), sondern wie in einem Puzzle zusammengesetzt. Allerdings muss man hierbei darauf achten, dass man saugstarkes Papier hat, ansonsten können unschöne Farbüberläufe entstehen und die Anordnung der richtigen Farben im Auge kann verschwimmen und zu einem schlechten Farbergebnis führen. Also nur für Profis mit tollem Papier!




Schritt 4

Erste Accessoires wurden farbig gemacht. Wie man sieht, wiederholen sich die Farben der Augen von dem Mädchen auch teilweise in den Sachen, wie dem Ohr- und Haarschmuck. Für die Trotteln des Schwertes habe ich ein kräftiges Türkis gewählt. Die Spiegelung in der Kugel erhält ihre Grundfarbe gelb, sowie das Grundmuster auf den beiden Gewändern. Die Außenlinien der Gewänder habe ich mit einem schwarzen Copic nachgezogen, um mehr Tiefe hinein zu bekommen und um in das Bild etwas mehr Kontrast zu bekommen. Auch der Rand des Gewandes oben ist nun farbig.







Schritt 5


Grundierung der Haare, zuerst mit der helleren Farbe. Hier habe ich primär flächendeckend gearbeitet. Hier kann man noch keine Schatten oder Lichteffekte erkennen.




Schritt 6

Nun werden die dunklen Strähnen bzw. die Schatten auf den Haaren hinzugefügt. Auf der linken Seite sind die Schattierungen deutlich mehr und kräftiger, da das Licht auf die andere Seite des Kopfes fällt.




Schritt 7

Colouration mit der Grundfarbe der Haare des Jungen. Auch hier ist die hellere Farbe zuerst benutzt worden. Durch Druck und übermalen können auch hier schon dunklere Stellen entstehen. Außerdem habe ich im Gesicht schon den Schatten hinzugefügt, mit einer deutlich kräftigeren Farbe: in orange kann man wunderbare Schatten erzeugen.




Schritt 8

Nach dem hellen Haarfarbton folgt nun der Dunkle. Die Nuance ist 1-2 Farben dunkler, fällt von weitem nicht großartig auf, kann man aber schön auf dem Foto erkennen. Den Hinterteil des Kopfes habe ich bewusst nicht dunkler gemacht, auch wieder wegen dem Lichteinfall.





Schritt 9

Weitere Schattieren auf der Haut und den Händen des Mädchens wurden hinzugefügt. Auch das Muster auf dem Ärmel nimmt immer mehr Gestalt an. Hier auch wieder die Farben verwendet, die im Allgemeinen im Schmuck vorkommen. Das Muster des Schwertes nimmt seine Formen an. Es zeigt einen Pfau, dessen Federmuster sich auch später auf der Kleidung zeigt. Die Kugel in der Hand des Mädchens hat seine zweite Farbe erhalten. Da die Kugel einen schimmernden Rand hat, muss der Rand dementsprechend weiß bleiben und die Farben dürfen nur im Inneren der Kugel aufgetragen werden. Gar nicht so einfach, wenn sich das Papier mit Farbe regelrecht voll saugt. Hier also aufpassen und nicht zu viel Farbe auftragen und mit dem Stift nicht zu sehr aufdrücken- sonst verschwindet der Rand der Kugel ganz schnell, wie auch hier der untere Bereich in der Kugel zeigt.




Schritt 10


Das Federmuster des Pfaus auf der Kleidung ist fertig. Auch hier ist keine neue Farbe dazu gekommen. Die Form hat eine Umrandung bekommen, damit sie besser wirkt. Die Federn auf den unterschiedlichen Kleidungsstücken sind unterschiedlich gefärbt, wie auch jede echte Feder eines Pfaus unterschiedlich ist. Die Federspitzen auf dem Ärmel des Mädchens sind gelb, die des Jungen sind blau.




Schritt 11


Das Schwert wird gelb eingefärbt. Bestimmte Bereiche werden weiß gelassen, um später dunklere Farben aufzutragen und auch Stellen, wegen des Glanzes, weiß zu lassen.




Schritt 12

Jetzt geht es noch einmal an die Feinarbeit. Dazu wird das Bild eingescannt, ein inzwischen entstandener Wasserfleck dezent entfernt. Die großen Flächen färbe ich mit einem Bildbearbeitungsprogramm ein, um ein wenig Farbe zu sparen. Meiner Meinung nach ist das kein Vergehen an dem Bild, sondern soll einfach dazu dienen, das Bild noch strahlender und perfekter zu machen, in dem kleine Schönheitsfehler beseitigt werden und das Bild nach nun mehr 3,5 Stunden Handarbeit in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Hinzugefügt wurden die Farbe des Schals/ Kopftuch des Jungen in orange, diverse Lichtreflexe im goldenen Schwert, kleine weiße Punkte sollen den fehlenden „Glanz" herstellen (später noch einmal mit Deckweiß nachgefahren), die Farbe des Umhang des Mädchens und ganz wichtig: noch ein Hauch von Dschungel im Hintergrund. Hier noch im Vergleich: das fertig von Hand eingefärbte Bild, sowie das mit dem Computer bearbeitete Bild.

Ich hoffe, es gefällt euch!

Bis zum nächsten Mal






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